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Neil Young
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Konzertberichte

Neils TWO OLD FRIENDS Crosby & Nash

PostDateIconSamstag, den 22. Oktober 2011 um 11:14 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: youngsyndrom
haben noch was zu sagen - ein Konzert(e)rückblick-

Großartig, sehr intim, tolle Songs, Ein Ohrenschmaus:

"... Spirit !!! LOVE IT !!! ... stehe immer noch eight miles high ... :o) ", sind die Antworten der HH-mailing-Liste.

3 Konzerte lieferten die Woodstockveteranen und alten Weggefährten Neil Youngs in Deutschland ab.

Crosby Nash

Die Band:

Crosbys Sohn James Raymond (Keyboard)

Dekan Parks (Gitarre)

Kevin McCormick (Bass)

Steve Di Stanislao (Schlagzeug)

unterstützten Nash und Crosby tatkräftig und überzeugend.

Crosby Nash Berlin

Die beiden Herren, inzwischen um die 70 Jahre alt, faszinieren mich immer wieder im Konzert mit ihrem harmonischen übereinstimmenden zweistimmigen Gesang neuer und alter Songs.

Während der Konzerte kommen Themen zum Atomausstiegsvorhaben der Deutschen: "in many ways, Germany is better than America... I think you are smarter than the  Americans. The Germans are so intelligent" -- sowie zur Besetzung der Wall Street in New York zur Sprache.

Im altehrwürdigen Berliner Admiralspalast mit seinem riesigen Kristallkronleuchter fühlten sich die beiden wie zu Hause. "So ein wundervoller Ort", schwärmt Graham Nash. "Amerika nutzt solche schönen Gebäude für McDonalds. Bitte, tut das nicht", rät David Crosby. "Vor 20 Jahren waren wir hier zur Öffnung der Mauer in Berlin, wir haben uns so gefreut..."

Politische und soziale Themen sind und waren immer hip, vielleicht etwas mehr seit Neil Youngs "Freedom Of Speech Tour" durch Amerika 2006, als sie "Let´s impeach the president" sangen.

Hätten sie in Berlin erfahren, dass ein Volk vom Tyrann Muammar al-Gaddafi erlöst worden ist, hätten sie es bestimmt verkündigt.

***
 
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CSN in München 25.7.10

PostDateIconMontag, den 26. Juli 2010 um 10:04 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Gitte

Das letzte Konzert der Europa-Tour 2010 von David Crosby, Stephen  Stills & Graham Nash fand gestern Abend auf dem Gelände des Münchener  Tollwoodfestival statt.    Wolfgang, Tobi und Stefan standen schon in der Warteschlange, kurzes  Begrüssungsknuddeln  und um 18 Uhr war Einlass in das Musik-Zirkuszelt    und  binnen weniger Minuten war die Arena voll  mit fast 5000 Fans!

 

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CSN Esslingen, 24.7.10

PostDateIconMontag, den 26. Juli 2010 um 09:35 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Wolfgang

Der Himmel hatte ein Einsehen und der Regen hörte gottseidank am Mittag auf. Ich machte mich auf den Weg in meine Hometown auf "meine" Burg, wo wir schon als Kinder gespielt hatten und mir wurde bewusst , was für ein toller Tag das heut wird. Denn meine Idole (leider ohne Neil) spielen zum ersten Mal in meiner Heimat!! Entsprechend nervös und erregt war ich und freute mich umso mehr , dass René , Anja und Uli und noch ein NY Camp-Veteran aus Hamburg, dessen Namen ich vergessen hab (Renè bitte nachliefern) den weiten Weg angereist kamen. Renè ist wirklich ein Gitarrenfachmann , konnte mir über jede Martin der Jungs einiges erzählen und endlich weiss ich auch, welche geile 12saitige ES 335 David spielt : eine Alembic !! auch haben will!! :-)

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Crosby, Stills & Nash in Singen

PostDateIconSonntag, den 18. Juli 2010 um 16:09 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Wolfgang

 

hi ihr Freaks

das Konzert ging pünktlich los und begann mit dem epischen und rockigen Woodstock in dieser malerischen Umgebung auf dem Vulkanberg dieser riesigen Burg über dem Hegau!!! Was für ein Feeling!!! Die Jungs super aufgelegt und reihten einen Klassiker an den andern. Long Time Gone , Southern Cross usw. ganz besondere Gänsehaut kam auf bei der unglaublichen Version von Dylans Girl from the north country. Stephens Stimme immer am Ende der Strophe war unglaublich!!!

Genauso gefielen mir die mehrstimmigen Versionen von The Whos Behind Blue Eyes und der Beatles Norwegian Wood. Dann brachten sie noch nen Allman Brothers Song One More Million Dollar, glaub als Midnight Rider angekündigt. Wooden Ships ist für mich dann eh auch immer ein emotionaler Höhepunkt . So geil interpretiert und in trance vorgetragen!!!! unbelievable

Wir flogen vom Hohentwiel in hölzernen Schiffen Richtung Bodensee ;-). Bluebird war geil, geiler als in Bonn letztes Jahr . Steve spielte sich auch da in Trance. Buffalo Springfield!!! bei Rock And Roll Woman lagen Steve und Graham mit ihren Stimmen etwas auseinander. Kurz vor 10 war das Konzert mit 2 Zugaben: Chicago und Teach Your Children dann leider zu Ende , doch David hatte schon Zeichen gegeben dass seine Stimme so langsam am Ende war. Steves Stimme klang besser als in Bonn letztes Jahr und bei einigen Songs funkelte sie richtig auf, bei andern ging sie dann doch etwas unter.

Das waren mal kurz ein paar Eindrücke auf die ganz schnelle. äh ich hab auch brutal viele Fotos (163) gemacht, die Ihr hier sehen könnt ->
Esslingen und München : wir kommen!

cya there

 
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Neil Young ist der Höhepunkt auf der Abschlussfeier der olympischen Winterspiele in Vancouver

PostDateIconMontag, den 01. März 2010 um 20:51 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Schwerti

 

Neil Young ist der emotionale Höhepunkt auf der Abschlussfeier der olympischen Winterspiele in Vancouver, Kanada.

Nachdem IOC-Präsident Jaques Rogge die Spiele offiziell für beendet erklärt hat, beginnt Neil Young zu spielen. Allein auf der großen "Eisfläche", umgeben von 60.600 Zuschauern, Offiziellen sowie allen aktiven Sportlern, die bei der Feier anwesend waren, beginnt er mit seiner berühmt gefühlsbetonten Stimme seinen Klassiker "Long May You Run"  vorzutragen. Ganz allein mit seiner Gitarre und seiner Mundharmonika. Die riesigen Fackeln oder besser Pylonen, aus denen das olympische Feuer loderte, brannten direkt neben ihm. Während des Songs erloschen sie langsam.

Nachdem der Musiker nach seinem Auftritt unter die scheinbare "Eisfläche" hinabsank, begann das Orchester noch einmal den Song zu spielen. Jetzt kippen die Pylonen und senken sich in den Boden hinein. Das Ende dieser olympischen Winterspielen wurde perfekt dargestellt.

Welch eine Ehre für den vielleicht größten kanadischen Rockstar, der seit 44 Jahren die Musik ganzer Generationen beieinflusst.

Schon kurz zuvor hat der Sohn eines Sportjournalisten seiner zweiten Leidenschaft gefrönt. Er war Zuschauer beim Eishockey-Finale Kanada - USA.


 
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Get Behind The Neil. Gedanken zu einem Neil Young-Konzert.

PostDateIconDienstag, den 30. Juni 2009 um 19:19 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Jörg Szameitat

Wenn nur die Leute nicht wären. Zumindest manche davon. Quasseln die ganze Zeit, sind dabei lauter als die Band, nur um dann in nervenaufreibendes Gejohle zu verfallen, wenn endlich ihr Lieblingssong kommt. Aber der Reihe nach.

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Neil Young in Köln

PostDateIconSamstag, den 20. Juni 2009 um 14:08 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Schwerti
(mit Harvest Moon für unsere Liza)
Neil Young in Köln Es ist Freitag, der 19.Juni 2009. Neil Young kommt nach Köln. Open Air im Tanzbrunnen. Früher hat Neil seine Fans immer 3, 4, 5 oder gar 6 Jahre warten lassen, bis er mal wieder Europa besuchte. Doch nun kommt er bereits zum dritten mal nach Old Europe innerhalb von anderthalb Jahren.

3 fantastische Deutschland-Konzerte lagen in den letzten Tagen bereits hinter ihm. Erfurt, Berlin und München hatten somit schon ihre Freude. Nun ist Köln dran. Doch wenige Stunden vorher kam die böse Meldung. Neil macht Theater mit den Veranstaltern. Er will vielleicht nicht auftreten. Aber der Reihe nach.

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Neil Young in München

PostDateIconSamstag, den 20. Juni 2009 um 09:22 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Brigitte Herker
Mit so viel Power habe ich Neil seit der Tour 2001 nicht mehr gesehen! Vielleicht lag das an derselben Olympiahalle, fast auf den Tag genau vor 8 Jahren (21. Juni 2001) genauso 1. Reihe unbestuhlt, nur der Hut fehlte. Zwei Stunden vor dem Konzert läßt Neil die Bestuhlung in der Olympiahalle entfernen, und die enteigneten Sitzplatzbesitzer bekamen am Ende des Konzerts entweder ein T-Shirt oder Euro 10,-- zurück. Gegen 20 Uhr gehen Tobi und ich auf den Eingang der Halle zu, als Larry Gregg vorbei kam. Wir begrüßten einen sichtlich gut aufgelegten Larry. Der erzählte auf meine Frage nach der demolierten "Old Black" schon beim 2. Song in Berlin: Oh ja, Neil hat ihn ganz schön in Trab gehalten gestern. Er wünschte uns viel Spaß und weg war er.

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Neil Young in Berlin

PostDateIconMittwoch, den 17. Juni 2009 um 14:24 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Alexander Wuerker

Grad' glückseelig vom Konzert heimgekehrt sollt ihr meine Eindrücke auf den Frühstückstisch bekommen:

Mein 8. Neilkonzert beginnt mit einer Novität. Er hat kein einziges Wort gesprochen - kein "Thank you" nach den Songs und auch sonst nix ans Publikum gerichtet. Aber hat er das nötig??? "Was ich zu sagen habe, erzähle ich in meinen Songs" (Zitat Neil) Und so bleibt er sich ganz selbst treu, wie immer.

Gleich zu Anfang "All along the watchtower", ein Song, der eher als Zugabe gespielt wurde.(leider ist hier der Sound der Les Paul eher grottig übersteuert, was sich später stark bessert). Als 2. Song "Day in the life" - ja was jetzt? Schon jetzt Arbeit für Larry! Alle Saiten gehen zum Teufel und das schon nach 10 Minute.

Erste Bilder aus Berlin sind online

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Neil Young in Erfurt

PostDateIconDonnerstag, den 11. Juni 2009 um 11:17 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Administrator
Neil Young in Efurt Neil war in Erfurt mal wieder für einige Überraschungen gut! "Speakin' Out" und "Tonight's The Night" hat wohl kaum einer erwartet. Insgesamt machte die Setliste den Eindruck als wollte Neil seine Archives promoten. Alles in allem war Neil Young in bester Spiellaune.

Alle, die Berichte über das Konzert schreiben wollen, bitte ab ins Forum, da ist extra ein Bereich Konzertberichte angelegt.

Erste Bilder vom Konzert findet Ihr hier -->



Setliste Erfurt

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Neil Young im ICC in Berlin am 26.02.08

PostDateIconDienstag, den 16. Dezember 2008 um 17:42 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Andreas
Ein Bericht von Andreas!

Liebe Freunde!

Nun komme ich dazu, auch meinen ganz persönlichen Bericht zu formulieren. Vieles wurde schon gesagt, vieles sind persönliche Meinungen und Empfindungen, eigentlich gibt es nur Eins zu sagen:

Es war geil und jeder Neil Young Fan wird noch Jahre von diesem Konzert zehren!

Nachdem ich dank Frank diese wunderbaren Tickets in der ersten Reihe bekommen hatte, stieg bei mir die Spannung von Woche zu Woche. Dann von Tag zu Tag, bzw. von Konzertmitschnitt zum nächsten.
Immer auf der Lauer, das bei Dime eine neue Show eingestellt wurde. Die Setlisten versprachen viel, die Konzerte hielten es. Ich habe vor Wochen schon gesagt, es sind Setlisten wie im Märchen!
Weil ich so verrückt bin, wusste ich natürlich was Neil bei jedem Konzert spielt. Immer auf dem Laufenden, während des Konzertes immer schon die Rustlist gecheckt und geschaut ob Johnny oder Roel wieder gepostet haben. Ich habe immer ganz besonders auf die seltenen Stücke geschaut. Was wird er in Berlin spielen???
Auf der deutschen Human Highway-Liste gab es ja eine Wunschsetliste, nach der Neil heute noch spielen würde, wäre er nicht eingeschlafen oder ohnmächtig geworden, ob der vielen Wünsche.
Das waren natürlich nur ganz spezielle Wünsche, die natürlich niemals in Erfüllung gehen können.
Dadurch, dass Martin mir ein Tour-T-Shirt von Paris mitgebracht hat und ich dann tagelang nur damit rumlief, wurde ich natürlich noch immer heißer auf das Konzert des Jahres.
Der letzte Anstoß kam dann durch die Videos von youtube. Vienna RITFW und Hey Hey My My. Ich zitterte förmlich als ich das sah…
Was soll ich nur die ganze Zeit machen, dachte ich. Versuchte mit mehr Arbeit mich über Wasser zu halten und nicht die ganze Zeit an das Konzert zu denken. Klappte aber nicht, sobald ich in der Nähe des Rechners war - und das war ich oft - checkte ich alle einschlägigen Seiten und verschlang e- Mails mit Berichten, Links usw.

Am Abend vor dem Konzert kam mein Freund Dieter nach der Arbeit und wir tranken ein oder zwei Bierchen und ich wurde langsam etwas ruhiger. Er nahm mir komischerweise die sich bis dahin angestaute Anspannung. Ich weiß nicht warum, wir unterhielten uns nicht nur über Neil Young, sondern auch über andere Sachen(die eigentlich viel wichtiger sind). Egal, kurz nach 24:00 Uhr in's Bett und am Morgen wieder gegen 7:00 Uhr raus. Mehr schlafen ging einfach nicht. Gegen 10:00 Uhr sind wir dann los in Richtung Nordharz um Rainer einzusammeln. Kurz dann noch schnell einen Kaffee in Langelsheim getrunken und dann wieder auf die Piste.
Die Autobahn war erstaunlicherweise frei und so kamen wir mit ungewollter Stadtrundfahrt in Berlin an. Nun ja, Abfahrt verpasst, aber wenn ich Euch einen Beifahrer empfehlen soll, Rainer ist der Beste! Wie er mich dann so ganz cool durch die City gelotst hat…ohne Navi, Klasse! Danke
Alexander wartete schon auf uns, Betten waren vorbereitet. Was sollte da noch schief gehen. Nach ein oder zwei weiteren Kaffee´s sind wir dann mit der U-Bahn in Richtung ICC.
Als wir ankamen, war die Kneipe (Paella) schon so rappelvoll, dass wir nicht mal mehr einen Platz bekamen. War aber überhaupt nicht schlimm. Ich hatte dann so viele Leute zu begrüßen, zu drücken und zu umarmen, da brauchte ich mich gar nicht mehr hinsetzen. Konnte mich ja dann im ICC später gemütlich in meinen Sessel setzen.
Nachdem ich dann fast alle meiner DVD - Kopien des Massey Hall Konzerts vom 26.11.2007 verteilt hatte und ich ein paar neue Gesichter zu E-Mail Adressen zuordnen konnte, wurde es gemütlich.
Hallo Jens, von den Human Highway Ringern kenne ich ja fast keinen. Aber tolle Stimmung habt ihr gemacht!
Vor dem ICC haben wir dann noch überlegt, wo man den Fotoapparat verstecken kann. Nach vorsichtigen Heranpirschens und nachdem wir sahen, das gar keine Kontrollen stattfanden, ging es in dieses UFO. Denn anders kann man es nicht bezeichnen. Riesig groß und dermaßen unpersönlich. Es ist leider nicht der geeignete Ort für das Neil Young Konzert der letzten - und wohl leider auch der nächsten - Jahre hier in Deutschland gewesen!!! Schade drum, Alexander hatte schon Recht, es gibt in Berlin sicher bessere Theater oder Hallen in dem Neil hätte auftreten können. Aber es lag wohl wirklich am Preis, größtmöglicher Profit.
Elliot hat da scheinbar gut nachgerechnet. 5000 Leute, kleine Miete, wenig Nebenkosten, hohe Ticketpreise, gutes Wegkommen nach dem Konzert, gegen kleinere Halle mit weniger Leuten und höherer Miete. Ich unterstelle mal, dass Neil sich damit nicht beschäftigt.

Wir sind ohne kontrolliert zu werden rein, ellenlange Flure entlang, Rolltreppen hoch, ins Innere des Raumschiffs. Ein riesiger Saal, sehr gut geeignet für Kongresse, aber nicht für ein Rockkonzert. Auch wenn es nur Eins wurde. Der erste Teil war ja akustisch, und Pegi's Set wohl auch halbakustisch.

Erstmal wurde ausgiebig die Bühne inspiziert, allerlei Fotos geschossen. Freunde begrüßt, First Row Bändchen verteilt, geguckt wie die Sicherheitsleute schauen.

Dank Jürgen, der seine 2. Karte abgeben musste, kam unser Freund Helmut in den Genuss eines wunderbaren Platzes in der 2. Reihe. Danke! Auch für's tapen!!! Ich hoffe wirklich, dass mein Gebrülle nicht so stark auf der Aufnahme zu hören ist…
Pegi fing Punkt 20:00 Uhr an, ich würde sagen 40 min. teilweise recht eingängiger Countryfolk, mit ein wenig Blues dazwischen. Larry's Hilfe zwischendurch war wohl noch das Erwähnenswerteste.

In der Umbaupause hat dann Larry einmal ganz freundlich in meine Kamera gewunken, als ich ihn rief!

Neil fing auch wieder halbwegs pünktlich an, versteckt hinter dem Gemälde mit dem N vorn drauf . Riesiger Applaus brandete auf, Neil faltete die Hände. Ohne ein Wort zu sagen, setze er sich hin, nahm sich die Gitarre zu FHTH und fing an zu spielen. Augenblicklich war es mucksmäuschenstill im Saal, dieser riesige Kollos mit seinen 5000 Lemmingen hörte zu. Mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen.

"Ambulance Blues" wurde die Beachtung geschenkt, die dieses Lied verdient hat, kaum Unruhe ringsherum. Einfach nur genießen, der Vortrag war fantastisch. Für mich einer der großen Songs von Neil.
Gleich im Anschluss dann "Sad Movies" - ein Wunsch wurde wahr. Ich hatte mir unter anderen gewünscht, dass er diesen Song der unbekümmerten Jugend spielt, mit diesen wundervollen einfachen und poetischen Bildern. Das zweite Mal Tränen in den Augen…Höflicher Applaus, den Song kennt ja niemand. Sorry, ihr schon.

Nachdem er seine Show mit dem Klavier abgezogen hat, (gehe ich oder gehe ich nicht), dann "A Man Needs A Maid" mit dem London Symphonie Orchester aus dem Keyboard. Keine schlechte Idee. Sehr süßer Song, für mich persönlich sehr schön, genauso wie das darauf folgende "No One Seems To Know". Wieder höflicher Applaus, dann Stille. Es ist eh beängstigend still. Ich fühle mich wie in der Kirche, wenn die Gemeinde dem Prediger zuhört. Natürlich bedingt dadurch, dass ich wenige Meter von Neil entfernt sitze und die Füße ganz entspannt an die Bühne stellen kann und somit eine tolle Auflage für meinen - zu dieser Zeit immer häufiger zum Einsatz kommenden - Fotoapparat habe. Von Ordner weit und breit keine Spur. Man hätte locker mit einer großen Spiegelreflexkamera fotografieren können. Ab und an stören mal ein paar Handyblitzer, oder ein paar Fotofreunde, die nicht wissen, wie man den Blitz abschaltet. Wie auch immer, die Sicherheitsleute blieben im deutlichen Abstand, ein kleines Tonstudio auf dem Schoß wäre nicht aufgefallen…
Neil spielt elektr. guitarre Neil spielt elektr. guitarre
Neil spielte und spielte, "Harvest", "After The Goldrush"…All-Time-Klassiker. Ein Wunschkonzert, ich war wie verzaubert.
Nach dem Witz über David Briggs spielte er ein glasklares, scharfes "Mellow My Mind". Er spielte es für David, der seit 1995 nicht mehr unter uns weilt.
Gleich hinterher, das zauberhafte "Love Art Blues", welches ich erst vor etwa 18 Jahren das erste Mal auf diesem wunderbaren gleichnamigen Bootleg hörte.
Sagenhaft gut. 
Dann sagte er so etwas wie: "some all the same songs" und stieg sofort in "Love Is A Rose" ein. Jetzt dachte ich, man hört ein paar mitklatschen, weiß ich aber nicht so genau…
Fast übergangslos dann "Out On The Weekend" und schon war Schluss. Dave neben mir hatte alle Titel notiert und er sagte dann "Eleven". Hm, einer hätte noch kommen können, aber es war auch mit diesen 11 ein tolles Konzert Nummer 1. Denn nach der Pause kam Neil mit frischem Anzug, diesmal dunkelgrau oder schwarz anstelle des Hell- Beigen beim Akustik-Set, auf die Bühne. Er brachte gleich seine drei Freunde Ben Keith, Rick Rosas und Ralph Molina mit. Außerdem Anthony Crawford und seine Frau Pegi und los ging die Reise. Querfeldein von Buffalo Springfield zu den neuesten Stücken.
"Mr. Soul" begann schon sehr viel versprechend, es knallte richtig gut. Ich schaute mich immer wieder um, ich wollte hoch, aber keiner stand. Frank schaute auch zu mir rüber. Wir wollten eigentlich aufstehen, aber dann blieben wir doch sitzen.
Bei" Dirty Old Man" war dann aber alles zu spät, ich konnte nicht mehr still sitzen. Hoch und alle Gefühle auf einmal rauslassen. Ich schrie meine Freude raus. Sorry Jürgen!
"Spirit Road" ging auch gut ab, gefällt mir auch sehr gut. Anders als der "Believer", aber der kam ja nicht in Berlin. Etwas verhaltender Beifall, es war immer eine gewisse Distanz zwischen Bühne und Publikum zu spüren. Die Leute hinten waren zu weit weg. Aber das war mir in diesem Moment egal.
Dann das erste Riff von "DBTR", hallo Alexander!!!, Klasse, Trance nur Trance. Lass es fließen Neil und es floss wie flüssiges Blei, schwer und doch leicht….
Ekstase in der ersten Reihe, oft mit geschlossenen Augen.
Sehr gute Version, nicht wie mit Crazy Horse, aber auch sehr gut. Pegi schaute einige Male von ihrem Background - Hochstand besorgt zu Neil herunter. Sie macht sich sicher Sorgen, aber er kann nicht anders. Gott sei Dank konnten wir das noch einmal erleben.
Dann kollektives Selbstbefreien, "Hey Hey My My", ein Lied über Generationsgrenzen hinweg. Ich würde mal vermuten, der ganze Saal gröhlte mit. Rock and roll can never die!!!!
Dann dachte ich, er spielt "Powderfinger" gleich im Anschluss, aber - welch Freude - wir hörten die ersten Takte von "Too Far Gone". Zögerlich setzten sich alle wieder. Gutes Lied, leider zu wenig gespielt.
"Oh, Lonesome Me" kündigte Neil wie schon oft an, "ich schrieb meine eigene Melodie für dieses tolle Don Gibson Stück", frei übersetzt.
Nach diesen 2 ruhigeren Stücken gab es die Vorstellung der Band mit tosendem Beifall für Ben Keith, besonders für Ralph Molina, der zweimal aufstehen musste, was ihm sichtlich peinlich war.
Nachdem er die weiße Gretsch umhatte, wusste ich, jetzt komme ich dem Himmel ein weiteres Stück näher, "Winterlong", "für ein Mitglied der Band der nicht mehr auf diesem Planeten weilt, er verließ uns schon vor langer Zeit: Danny Whitten". Ich hätte heulen können, hätte ich mich nicht so gefreut. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Heiß und kalt gleichzeitig, mit Druck auf dem Herzen. Furchtbar und doch schön!!!
Danke Neil, dass du dieses Lied für mich gespielt hast!
Nach dem Lied winkte Neil noch kurz in Richtung Himmel, es beschäftigt ihn sicher jetzt mehr denn je…
Ein warmes "Thank you very much folks!" und dann ging der Wahnsinn weiter, "Powderfinger", das passt ja. Hervorragende Version, mit stimmigen Background-Vokals von Pegi und Anthony.
Der Monolith "No Hidden Path", mit sehr guter Gitarrenarbeit, kommt live wirklich sehr gut. Trotz Länge wird dieser Song nie langweilig.
Und dann, abrupt Schluss. Aus der Traum, Ende! Aber wir wissen ja, Zugaben gibt Neil während der aktuellen Tour immer. Also klatschen, zuerst relativ ruhig, dann lauter, dann rhythmisch, der ganze Saal macht mit.
Neil kommt zurück, die weiße Taube kommt von der Decke, jetzt "LAH", aber Ben geht nicht dran.
Stattdessen "A song for the folks outthere" "Rockin' In The Free World", Fäuste zum Himmel, Victory - Zeichen, Hände in der Luft, hüpfende, springende Menschen in ihren Stuhlreihen. Jede Zeile wird mitgesungen.
Maschinengewehrsalven donnern aus Neil's Gitarre, unglaublich, Bombenexplosionen, man glaubt es kaum. Wiegeschritt, weit vorübergebeugt, der Held meines Lebens. Background-Vokals klappen nicht besonders, macht aber nichts. Soll einfach nur Spass machen…
Am Ende ist jeder erschöpft, Neil, die Band, das Publikum.
Dann ist Schluss, tiefe Verbeugung, mitsamt der Band. Ein junges Mädchen mit einen Strauß Tulpen springt auf die Bühne, küsst Pegi, küsst Neil, gibt ihm die Blumen. Er gibt sie dann ganz verlegen seiner Frau. Am Bühnenrand wartet noch jemand mit einem Geschenk. Pegi geht hin, nimmt es und Neil lächelt zu seiner Frau, winkt kurz ab, drückt sie. Als sie sich gerade zum Weggehen herumdrehen, springt ein weiteren Fan auf die Bühne und gibt Neil einen Umschlag, der so aussieht wie unsere CD Umschläge, die wir vor heiligen Zeiten rund herum in der Republik verschickt haben. Ist ein ziemlich prall gefüllter Umschlag, sind bestimmt die Konzert- Mitschnitte drin.

Zur Auswertung des Konzerts geht es dann wieder in's Paella. Danke vielmals Frank für die Organisation!!!
3:15 Uhr sind wir dann ab, per Taxi quer durch Berlin nach Kreuzberg, das mittlerweile Klein-Istanbul heißt. So erzählte uns der junge Mann, türkischer Herkunft, der sich als Europäer fühlt zumindest.
4:00 Uhr ins Bett, 8:15 Uhr ging dann Alexander's Telefon. Was soll's, wir wollten eh aufstehen.
Dusche, Kafee, Internet, E-Mail, rustlist, was man halt so tut…

Nach einem kleinen Schwatz beim Alexander sind wir dann wieder Richtung Harz, immer an der Leitplanke lang…
Am Abend gut zu Hause angekommen, alles prima.
Ich werde dieses Konzert immer in meinem Herzen aufbewahren. Eine Setlist ohne große Überraschungen, dafür eine sehr schöne Auswahl seiner Besten Lieder! Wie im Märchen.

Danke Neil für die Möglichkeit dich noch mal so sehen zu können! Danke Frank, danke Alexander, danke an alle Freunde im Rustring, ich fühle mich bei euch gut aufgehoben. Danke an die Mitglieder des deutschen Human-Highway-Rings für die tolle Stimmung im Paella. Danke an meine Frau und meine Kinder, die ihren Mann und Vater so nehmen wie er ist. Ich liebe Euch.
Forever Young

Andreas


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